Projektbeschreibung
Dieses Projekt ist ein offener fotografischer Prozess. Kein Setting im klassischen Sinn, kein Posing, kein Prozess mit Drehbuch. Und genau genommen gibt es auch kein Ziel, allein das Sein und das, was dazwischen ist, ist wichtig, auch wenn es NICHTS ist.
Die Aufnahmen entstehen entweder draußen in der Natur, als bewusster Gegenpol zum geschlossenen Raum meiner früheren Arbeiten oder irgendwo, wo Du Dich wohl fühlst. Du bestimmst den Ort der Dir Halt gibt. Es gibt keine Regeln. Du bekommst Zeit und Freiheit, um anzukommen, Dich einzulassen, um zu sein und um vielleicht auch Widerstand zu spüren.
Wer bist Du wirklich?
Ich möchte keine Fotos von Dir machen, ich möchte Fotos über Dich machen. Deshalb werde ich Dich am Anfang einfach nur mit meiner Kamera beobachten. Du bist so, wie Du wirklich bist, ohne Maske. Ich versuche festzuhalten, wer Du bist und was passiert, auch wenn es NICHTS ist. Später werden wir vielleicht irgendwann versuchen miteinander zu kommunizieren, nonverbal. Dann entsteht ein Zwischenraum, der ist weder Du, noch ich, sondern nur meine Wahrnehmung davon. Diesen offenen Raum dazwischen fotografiere ich, aber nicht mehr die pure Realität.
Das alles geschieht in mehreren aufeinanderfolgenden Sets, vielleicht mit unterschiedlichen Outfits, die auch die Situation langsam verändern, den offenen Raum dazwischen füllen. Kleidung kann bleiben, weniger werden oder verschwinden, aber nur wenn es sich für alle richtig anfühlt. Es gibt kein Zielbild und keine Erwartung. Jede Entscheidung bleibt beim Menschen vor der Kamera, also bei Dir.
Im Mittelpunkt steht nicht Dein Körper, sondern das, was sich in Dir und was sich zwischen uns entwickelt – oder auch nicht. Ausgedrückt durch Dich und durch meine Wahrnehmung, ausgedrückt dadurch, dass ich mitgehe.
Meine Kamera begleitet uns ohne zu drängen. Schwarz-Weiß reduziert auf das Wesentliche. Ich fotografiere im Idealfall ohne Nachzudenken, ohne zu analysieren. Ich lasse es einfach geschehen und beurteile oder bewerte nicht.
Das Dazwischen sichtbar gemacht
Was am Ende entsteht ist ungewiss. Du warst zwar ursprünglich das Objekt meiner Wahrnehmung, das auch auf den Bildern zu sehen sein sollte, aber die Fotos sind keine reine Realität mehr. Sie sind geformt durch meine Perspektive und durch den Zufall. Die fertigen Bilder sind so etwas wie Zwischenwesen, somit ein Teil von Dir, also das was wirklich war und ein Teil von mir, meine Entscheidung des Timings und meine Gefühle. Mein Blick auf Dich, eingefroren in einem Moment, den es so nie wieder geben wird.
Erotik ist kein Ziel dieses Projektes. Sie entsteht vielleicht nebenbei oder auch nicht. Das Projekt ist eine Einladung, uns selbst im Moment zu begegnen, in einem offenen Raum. Was entsteht, sind keine Bilder über Nacktheit, sondern Bilder über Sein.
Was es ist
- ein fotografischer Erfahrungsraum
- ein ruhiger, klarer Rahmen ohne Erwartungsdruck
- ein offener Prozess ohne Zielbild
- Begegnung auf Augenhöhe
- volle Selbstbestimmung für Dich vor der Kamera
Was es nicht ist
- kein Erotikshooting
- kein Projekt mit Erwartung an Nacktheit
- kein Muttest
- kein Druck, über Deine eigene Grenzen hinauszugehen
Und ganz wichtig bei diesem Projekt: Wenn für Dich von Anfang an klar ist, dass Du Dich in diesem Rahmen nicht ein Stück aus deiner sicheren Posing-Komfortzone heraus bewegen möchtest, ist dieses Projekt vermutlich nicht das Richtige für Dich. Außerdem ist es nichts für Selbstdarsteller, sondern für Menschen ohne Maske, die sich erlauben, gesehen zu werden.
Wenn Dich die Teilnahme an diesem Projekt interessiert, spreche mich bitte an.
Weitere Shootingideen
Lass uns Deine Geschichte erzählen
Emotionen pur
Homeshooting
Outdoor
Sinnlich und provokant
Men only
