VORBEREITUNG
Was ziehe ich an?
Outfit-Ideen für Dein Shooting – als Inspiration, nicht als Vorschrift. Entscheidend ist, dass Du Dich darin wohl fühlst.

Oft ist weniger mehr.
Wenn Du überhaupt keine Ideen hast.
Ich habe schon öfters davon gehört. Du stehst vor Deinem Kleiderschrank und weißt nicht was Du anziehen sollst. Und dann noch diese Fotosession.
Wenn Du gerade diese oder ähnliche Gedanken hast, „Was hat der Fotograf gesagt? Authentisch und natürlich? Erotisch und verrucht? Alles, was ich gerne an- und ausziehen mag?“ kann ich Dir vielleicht weiter helfen.
Dazu kann ich Dir keine Liste mit Kleidungsstücken geben, denn ich weiß ja nicht, was Du in Deinem Schrank alles hängen hast. Höre einfach auf Deine innere Stimme. Nimm die Kleidung mit, in der Du Dich wohl fühlst und die zu Dir passt.
Mit. Mit weniger. Oder ohne. Was willst Du ausprobieren?
Was Du bei einem Shooting trägst, entscheidest zuerst einmal Du.
Vielleicht fühlst Du Dich in Jeans und einem alten Pullover am wohlsten. Vielleicht in einem Kleid, in Unterwäsche oder nur mit einem Tuch. Und vielleicht möchtest Du irgendwann ausprobieren, wie es sich anfühlt, ganz auf Kleidung zu verzichten.
Für mich gibt es dabei kein „besser“ und kein „mutiger“. Ein unbekleidetes Foto ist nicht automatisch ehrlicher oder intensiver als eines mit Kleidung. Entscheidend ist, ob das, was wir fotografieren, zu Dir passt.
Kleidung kann schützen, verstecken, provozieren oder eine Geschichte erzählen. Weniger Kleidung kann verletzlicher wirken – oder selbstbewusster. Und Nacktheit kann sehr unmittelbar sein, ohne deshalb automatisch erotisch sein zu müssen.
Deshalb musst Du vor einem Shooting auch nicht festlegen, wie weit Du gehen möchtest. Wir können anfangen und schauen, was entsteht. Vielleicht bleibt der Pullover an. Vielleicht fällt irgendwann etwas weg. Vielleicht auch nicht.
Du bestimmst die Grenze. Und Du darfst sie jederzeit verändern.
Denn am Ende geht es mir nicht darum, wie viel oder wie wenig Du anhast.
Es geht darum, dass ich DICH fotografiere – und nicht Deine Kleidung.

Nacktheit als Andeutung
Hier ist der Körper sichtbar und gleichzeitig teilweise verhüllt. Das Kleid wird nicht einfach ausgezogen, sondern bleibt ein Teil des Bildes. Dadurch entsteht ein Spiel zwischen Zeigen und Verbergen. Nacktheit kann neugierig, sinnlich und ein wenig provokant sein, ohne alles preiszugeben.

Nacktheit als Verletzlichkeit
Hier hat Nacktheit für mich kaum etwas Erotisches. Der Körper zieht sich zusammen, macht sich klein und sucht Schutz. Ohne Kleidung gibt es keine äußere Hülle mehr. Gerade dadurch kann ein Bild etwas sehr Menschliches erzählen: von Verletzlichkeit, Rückzug, Vertrauen oder dem Wunsch, für einen Moment einfach nur sein zu dürfen.

Nacktheit als Selbstverständlichkeit
Und manchmal braucht Nacktheit überhaupt keine besondere Begründung. Ein Mensch ist nackt im Wasser: Frei, unmittelbar und ganz bei sich. Der Körper muss dabei weder versteckt noch besonders inszeniert werden. Er darf einfach Körper sein.
Für mich ist das vielleicht die schönste Form der Nacktheit: Wenn sie irgendwann gar nicht mehr als Nacktheit auffällt.
Ein Wort noch zu den Farben.
Bei der monochromen Fotosession sind weiße und schwarze Outfits ideal.
Weiße Outfits zeigen Dich offener, fröhlicher und positiver. Bei weißen Outfis ist der Kontrast zu Deiner Haut nicht ganz so stark. Outfit und Haut bilden fast eine Einheit.
Schwarze Outfits lassen Dich mystischer wirken. Bei scharzen Outfits ist der Kontrast zu Deiner Haut am stärksten. Du rückst hier klar in den Fokus und nicht Dein Outfit.
Hautfarbene Outfits gehen leider gar nicht. Alles sieht nur noch grau in grau aus, es gibt keine Kontraste. Also alles was irgendwie grau wirken könnte (bei Schwarz/Weiß-Aufnahmen) bitte zuhause lassen.
Lass uns über Deine Wünsche sprechen.
Am Ende trägst Du die Entscheidung. Vielleicht kann ich Dir aber dabei helfen und darf meine Idee auch äußern. Dann lass uns zusammen reden.
Vor dem Shooting bitte.